Freya Klier, Autorin, Filmemacherin und frühere DDR-Bürgerrechtlerin, gehört zu jenen Ostdeutschen, die auch heute noch über den Zusammenbruch der DDR sagen: "Es war gut, dass es so gelaufen ist." So hat sie denn auch auf ihrer Website ein "11. Gebot" ausgerufen: "Du sollst dich erinnern!" Das ist auch mit 60 Jahren, die Klier am Donnerstag vollendet, ihr Credo.

Gegen das Vergessen hat sie seit dem Mauerfall unermüdlich angeschrieben, Filme gedreht und in Schulklassen Aufklärungsarbeit für die nachwachsende Generation betrieben. "Es gibt zu viele Leute, die die DDR jeden Tag schöner reden, da muss man gegenhalten", ist ihr selbst gestellter Auftrag dabei. Und im Westen sei über die DDR fast gar nichts bekannt.

Die gebürtige Dresdnerin gehörte 1980 zu den Mitbegründern der DDR-Friedensbewegung. 1985 erhielt sie in der DDR Berufsverbot und wurde drei Jahre später ausgebürgert, nachdem sie mit dem Liedermacher Stephan Krawczyk in verschiedenen Kirchen der DDR aufgetreten war. Ihr Vater und ihr Bruder waren Opfer der Stasi, sie selbst wurde wegen "versuchter Republikflucht" verurteilt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer