Felix Neureuther konnte sein Glück zunächst gar nicht in Worte fassen. Erst allmählich realisierte der Slalomspezialist, was da in Kitzbühel passiert war. In der Olympiasaison "war ich wirklich am Boden, die Motivation war weg, aber ich habe mich zurückgekämpft".

Ausgerechnet dort, wo sein Vater Christian vor 31 Jahren gewann, holte sich Sohn Felix den ersten Slalom-Weltcupsieg seiner Karriere. Mutter Rosi Mittermaier jubelte, Vater und Sohn wischten sich die Tränen aus den Augen. "Auf einmal stehe ich ganz oben, das ist unfassbar."

Erst später spricht Felix Neureuther von einem Tag, an dem alles zusammengepasst hat: Die berühmten Eltern waren da, das war Gefühl gut und die Kulisse riesig. Sogar einige Österreicher sollen sich in Kitzbühel für den Deutschen gefreut haben. Und das heißt schon etwas im alpinen Ski-Zirkus.

Nach dem Tief von Alta Badia hatte Neureuther seine Ansprüche zurückschrauben müssen, nun zählt er plötzlich zu den Medaillenkandidaten bei den Olympischen Spielen in Vancouver. Er gehe mit weniger Druck und mehr Spaß ins Rennen, sagt Felix Neureuther. Das könnte ein Erfolgsrezept für die olympischen Wettbewerbe sein.

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