Dilma Rousseff hat den langen Weg an die Spitze Brasiliens geschafft. Sie ist die erste Präsidentin des fünftgrößten Landes der Erde.

Die frühere Guerillakämpferin und enge Vertraute ihres Vorgängers Luiz Inácio Lula da Silva gewann am 31. Oktober die Präsidentenwahl, ohne sich je zuvor einer öffentlichen Abstimmung für ein politisches Amt gestellt zu haben.

Die 63-jährige Ökonomin war noch vor rund einem Jahr den wenigsten Brasilianern ein Begriff.

Die Tochter eines bulgarischen Einwanderers wirkte bislang eher im Verborgenen, in der zweiten Reihe. Sie arbeitete sich als Regionalministerin und dann als Energie- und Bergbauministerin in Brasília hoch.

2005 holte Lula sie dann als Kabinettschefin und rechte Hand an seine Seite. Gesprächspartner loben ihre Effizienz, Verbindlichkeit und Zielstrebigkeit in kleinen Runden.

Dass „Dilma“, wie sie in Brasilien kurz und knapp heißt, kämpfen kann, weiß das ganze Land. Sie war Mitglied der Guerilla, die gegen die Militärdiktatur in Brasilien (1964-1985) aktiv war, wurde 1970 festgenommen, gefoltert und über zwei Jahre lang inhaftiert. 2009 erkrankte Rousseff an Lymphdrüsenkrebs, gilt nun aber als geheilt.

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