Saudischer Kronprinz Naif gestorben
Kronprinz Mukrin bin Abdelasis.

Kronprinz Mukrin bin Abdelasis.

Amel Pain

Kronprinz Mukrin bin Abdelasis.

Riad (dpa). Da der neue saudische König Salman als krank gilt, richten sich die Blicke auf den zum Kronprinzen ernannten Mukrin bin Abdelasis. Manche Beobachter halten ihn für den eigentlichen neuen Machthaber in Riad. Mukrin ist der jüngste der mehr als 40 Söhne von Staatsgründer Ibn Saud. Der 69-jährige Kronprinz war ein enger Vertrauter des jetzt gestorbenen Regenten Abdullah.

Mukrin machte zunächst Karriere in der saudischen Luftwaffe und wurde dafür in den 1960er Jahren auch in Großbritannien ausgebildet. Mitte der 1970er Jahre erhielt er Training in den USA. Später übernahm er für rund 25 Jahre Gouverneursposten, zunächst in der Provinz Hail im Norden Saudi-Arabiens, dann in Medina.

International bekannter wurde Mukrin erst, als er 2005 an die Spitze des saudischen Geheimdienstes rückte. Diesen leitete er bis 2012. Im März vergangenen Jahres ernannte ihn Abdullah zum Vize-Kronprinzen.

Laut Guido Steinberg von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik galt Mukrin lange als «Leichtgewicht» im Herrscherhaus und unwahrscheinlicher Kandidat für den Thron. Erst unter Abdullah rückte er auf, für viele Beobachter sehr überraschend.

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