Jose Sena Goulao

Debbie Harry war das wasserstoffblonde Aushängeschild einer Bewegung, die vor 35 Jahren in Rockschuppen wie dem New Yorker CBGB ihren Anfang nahm. Blondie hieß ihre Band, sie spielte kurze, rotzige Songs und wechselte bald vom ungehobelten Punkrock zum eingängigen New Wave. Diese Band gibt es jetzt wieder, überwiegend in Originalbesetzung und mit dem neuen Album „Panic Of Girls“, das an ihre großen Zeiten anknüpft. Freitag erscheint es.

Die Mixtur aus Power-Pop, Reggae, Elektro und etwas Weltmusik zündet wie damals in den 70er und 80er Jahren, als Blondie mit „Denis“, „Heart Of Glass“ oder „Call Me“ die Musikwelt eroberte und insgesamt 40 Millionen Alben verkaufte. Die mittlerweile 66-jährige Debbie Harry ist immer noch eine charismatische Sängerin – ihre Stimme altersgemäß etwas rauchiger.

„Wir sind Teil der Zukunft und der Vergangenheit gleichermaßen“, sagt Harry. „Ich habe mir immer eine Karriere vorgestellt, die nicht schon nach fünf Jahren beendet ist“, fügt sie hinzu. Die Zähigkeit des einstigen Warhol-Models zahlt sich aus: Diesem Comeback einer Punk- und Rock-Ikone haftet einmal nichts Peinliches an.

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