Als neuer Sondergesandter von US-Präsident Barack Obama soll der Diplomat eine neue Bleibe für Insassen des Lagers Guantánamo finden.

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Dan Fried, Sondergesandter der US-Regierung.

Dan Fried, Sondergesandter der US-Regierung.

Dan Fried, Sondergesandter der US-Regierung.

Dan Fried wird in Europa auf vertraute Gesprächspartner treffen. Ob auch sein Anliegen willkommen ist, ist eine andere Frage. Als neuer Sondergesandter von US-Präsident Barack Obama soll der Diplomat, der zu den versiertesten Europa-Kennern im Außenministerium zählt, eine neue Bleibe für Insassen des Lagers Guantánamo finden, das binnen Jahresfrist geschlossen werden soll.

Es ist eine heikle Aufgabe: Obamas Regierung will, dass die Europäer Insassen aufnehmen, die Europäer zieren sich und ringen um eine gemeinsame Linie.

Als Staatssekretär war Fried im Außenministerium für die Beziehungen zu Europa zuständig, erst vergangene Woche begleitete er die neue Ministerin Hillary Clinton auf ihrer ersten Reise durch Europa.

In seiner neuen Funktion als Sondergesandter sucht Fried Aufnahmeländer für etwa 60 der 245 verbliebenen Insassen. Dabei handelt es sich um ehemalige Terrorverdächtige, die nicht in ihre Heimatländer zurückkehren können - etwa, weil ihnen dort Folter droht. Länder wie Frankreich und Portugal zeigen sich grundsätzlich zur Aufnahme bereit, in Deutschland wird über das Thema gestritten, andere Länder wollen dem US-Gesuch nicht entsprechen.

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