Dalia Grybauskaite, die klare Favoritin der am Sonntag durchgeführten litauischen Präsidentenwahl, redet frei von der Leber weg, und wenn ihr etwas nicht passt, dann haut sie auch mal auf den Tisch. Nicht nur deshalb hat sich die 53-Jährige in ihrer Heimat den Ruf einer Eisernen Lady erworben - ihr Image als karategestählte Sportlerin tut ein übriges.

Für den Fall ihrer Wahl versprach sie ihren Landsleuten, gründlich mit den Missständen in Litauens Politik und Wirtschaftsleben aufzuräumen. Im Februar verkündet die EU-Kommissarin für Haushalt und Finanzplanung - ein Amt, das sie seit 2004 innehat - ihre Kandidatur als Staatschefin, weil "ich wegen meines Gewissens als Bürgerin nicht mehr in Brüssel bleiben kann".

Grybauskaite hat eine steile Karriere hinter sich: Sie studierte politische Ökonomie und arbeitete nebenher in einer Pelzfabrik. Nach der Unabhängigkeit ihres Landes übernimmt die promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin verschiedene politische Posten wie zum Beispiel das Amt der Finanzministerin Litauens. Als eines ihrer Vorbilder nennt Grybauskaite die ebenfalls als Eiserne Lady bekannte Margaret Thatcher - wegen ihrer Fähigkeit, Ziele auch zu erreichen. AFP

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