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Commerzbankchef Martin Blessing.

Commerzbankchef Martin Blessing.

ALEX DOMANSKI

Commerzbankchef Martin Blessing.

Martin Blessing (47) will noch in diesem Jahr dem Bund erste Rettungsmilliarden zurückzahlen. Von einem „signifikanten Betrag“ sprach der Commerzbank-Chef. „Signifikant ist für mich alles, was über zehn Prozent ist“, stellte er klar. Der Bund stützt die Commerzbank, die sich bei der Übernahme der Dresdner Bank verhoben hatte, derzeit über den Bankenrettungsfonds noch mit stillen Einlagen in der Höhe von 16,2 Milliarden Euro. Auf knapp zwei Milliarden Euro könnte sich der Finanzminister also freuen – tut er aber nicht.

Denn bisher hat die Bank nicht einen Cent Zinsen für die Stützung durch den Bund gezahlt. Eigentlich waren neun Prozent vereinbart. Durch geschickte Buchführung blieb der Abschluss nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuchs aber tiefrot. Allein 2010 sind dem Staat so rund 1,5 Milliarden Euro entgangen. In diesem Jahr soll die Zinszahlung aber aufgenommen werden, versprach Blessing.

Verärgert ist die Politik auch über die rund 440 Millionen Euro an Boni, die die Commerzbank an ihre Mitarbeiter ausschüttet. Rechtlich sei das nicht zu beanstanden. Den Steuerzahlern, die die Bank stützen, sei das aber nur schwer zu erklären, hieß es.

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