Claudia Pechstein kann einfach nicht aufhören, auf langen Kufen über das Eis zu gleiten. Inzwischen ist die Eisschnellläuferin 38 Jahre alt, ihre Zwei-Jahres-Sperre wegen erhöhter Blutwerte ist abgelaufen. Die Berlinerin hat ihr Comeback für den 12. Februar in Erfurt angekündigt. Zahlreiche juristische Auseinandersetzungen liegen hinter ihr, wegen eines Nervenzusammenbruchs ist sie seit September krank geschrieben und musste nicht zum Dienst bei der Bundespolizei erscheinen. Ihrem Dienstherrn, Bundesinnenminister Thomas de Maizière, hat sie Atteste vorgelegt, trainiert hat sie trotzdem.

Die erzielten Zeiten stimmen die fünfmalige Olympiasiegerin optimistisch, teilt sie auf ihrer Homepage mit. Ihre Anwälte bereiten eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vor. Pechstein war durch einen indirekten Beweis ohne positive Dopingprobe gesperrt worden. Hämatologen hatten eine Blutanomalie als Grund für ihre erhöhten Retikulozythenwerte diagnostiziert. Doping bestreitet sie. Claudia Pechstein will der Welt beweisen, dass sie noch genauso eisschnelllaufen kann wie vor ihrer Sperre. Vor allem aber will sie es sich selbst beweisen.

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