Der Chinese hat mit seiner Versteigerung der ehemals in China geraubten Bronzefiguren das Aktionhshaus getäuscht.

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Cai Mingchao.

Cai Mingchao.

Cai Mingchao.

Cai Mingchao hatte bis Montag den Ruf, ein absolut seriöser Kunsthändler und chinesischer Patriot zugleich zu sein. Sein Ansehen bei den westlichen Auktionshäusern dürfte nach seiner erfolgreichen Täuschungsaktion bei der Versteigerung der ehemals in China geraubten Bronzefiguren gegen null gesunken sein.

Dafür strahlt sein Stern als Patriot in China um so heller. "Ich fühle mich geehrt, diese Chance gehabt zu haben", freute sich Cai am Montag über seinen Coup. Und: "Ich habe das im Namen des chinesischen Volkes getan." Die Zukunft der beiden vor 150 Jahren gestohlenen Figuren ist vorerst ungewiss.

Wegen seines guten Rufes war Cai von Christie’s noch einen Tag vor der Saint-Laurent-Auktion als Telefonbieter zugelassen worden. Cai war bekannt, hatte er doch wiederholt chinesische Kunstschätze auf Auktionen erworben und seinem Heimatland anschließend geschenkt.

So hatte er etwa 2006 einen Bronzebuddha bei Sotheby’s für zwölf Millionen Euro ersteigert. Eine außergewöhnliche Situation erfordere halt außergewöhnliche Maßnahmen, hieß es am Montag in Peking. Bei Sotheby’s oder Christie’s allerdings wird Cai künftig auf der Bieterliste fehlen.

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