Brigitte Koppenhöfer, Vorsitzende Richterin am Landgericht Düsseldorf, hat Erfahrung im Umgang mit Wirtschaftsbossen.

Nach dem Mannesmann-Verfahren mit Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Ex-Mannesmann-Chef Klaus Esser und dem früheren IG-Metall-Boss Klaus Zwickel führte sie auch das WestLB-Verfahren gegen den früheren Chef-Landesbanker Jürgen Sengera - und jetzt das Verfahren gegen den früheren IKB-Chef Stefan Ortseifen. Wie in den vorherigen Großverfahren muss die aus Neuss stammende Mutter zweier Kinder, die seit 1979 als Richterin tätig ist, erneut einen Sachverhalt im juristisch schwierigen Umfeld der Untreue aufklären. Doch anders als in den vorherigen Wirtschaftsverfahren kommt nun noch der Vorwurf der Börsenmanipulation hinzu.

Möglicherweise ist das ein Omen für den Ausgang des IKB-Verfahrens, in dem nicht nur der Angeklagte, sondern auch die Richterin unter einem gewissen Druck stehen. Denn die Manager-freundlichen Freispruch-Urteile in den beiden vorherigen Wirtschaftsprozessen hatte der Bundesgerichtshof jedes Mal aufgehoben. Eine dritte Urteils-Aufhebung wird sich Brigitte Koppenhöfer kaum leisten wollen.

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