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Britta Pedersen

Bernd Neumann hatte zu kämpfen, als er vor sechs Jahren zum Kulturstaatsminister berufen wurde. Der Politiker galt als Mann ohne kulturellen Stallgeruch und als spröder CDU-Apparatschik. Doch in der Kreativszene ist aus der Skepsis längst Zuneigung geworden, Deutschlands oberster Kulturhüter erntet Respekt. Am Freitag wird er 70 Jahre alt.

Der „Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien“, so sein offizieller Titel, hat viel erreicht. Trotz knapper Kassen konnte er den Kulturetat um mehr als 15 Prozent steigern. Vor allem die Filmbranche liebt den Kinofreak: Der 2007 geschaffene Filmförderfonds mit jährlich 60 Millionen Euro aus der Staatskasse kurbelt die Produktion kräftig an. Was manche bei Neumann anfangs für ein Manko hielten, gilt inzwischen als Pluspunkt. Er stößt keine großen kulturpolitischen Debatten an, sondern wirkt als geschickter Makler.

Strippenziehen hat er gelernt: Fast 30 Jahre stand er an der Spitze der Bremer CDU, ehe Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ihn überraschend in das Staatsminister-Büro berief. Um seinen Geburtstag will Neumann nicht viel Aufhebens machen: Er trifft sich mit Freunden in den österreichischen Bergen. Red

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