Bernard Kerik, 54, ist für viele der "Held des 11. September 2001". Nach den Anschlägen auf das World Trade Center koordinierte der damalige Polizeichef von New York nicht nur die Rettungsarbeiten, er suchte auch in den Trümmern nach Überlebenden.

Jetzt muss er wegen Korruption, Steuerhinterziehung und Falschaussage für vier Jahre ins Gefängnis. Einige Amerikaner werfen ihm vor, seinen Heldenstatus für die illegalen Geschäfte ausgenutzt zu haben - so auch der Richter, der das Urteil sprach: "Der Umstand, dass Herr Kerik diese Anerkennung für seinen persönlichen Gewinn benutzt hat, ist ein dunkler Platz in seiner Seele." Das Strafmaß liegt sogar über der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Als "Held des 11.September" war Kerik 2004 von US-Präsident George W. Bush für den Chefposten im Heimatschutz-Ministerium nominiert worden. Seine Kandidatur zog Kerik zurück, weil damals bekannt geworden war, dass er eine illegale Einwanderin als Kindermädchen beschäftigt hatte. Der Verurteilte zeigte Reue: "Ich weiß, dass ich bestraft werden muss. Ich möchte nur so bald wie möglich zu meiner Frau und meinen zwei kleinen Mädchen zurück."

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