Er ist der neue israelische Ministerpräsident.

Benjamin Netanjahu, der neue, Dienstagabend vereidigte israelische Ministerpräsident, hat sich zwar zu einer Fortsetzung der Friedensgespräche mit den Palästinensern bereit erklärt. Der Chef der rechtsorientierten Likud-Partei hat sich jedoch bislang nicht ausdrücklich für eine Zwei-Staaten-Lösung ausgesprochen.

Er strebt eine Einigung an, der zufolge die Palästinenser weniger als einen unabhängigen Staat, aber Autonomie erhalten würden. Auf seinem Programm steht auch eine Entmachtung der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen. Für den 59-Jährigen ist es die zweite Amtszeit, er war bereits von 1996 bis 1999 Ministerpräsident. Aus Protest gegen die Räumung des Gazastreifens hatte Netanjahu 2005 sein Amt als Finanzminister unter dem damaligen Ministerpräsidenten Ariel Scharon niedergelegt.

Der 1949 in Tel Aviv geborene Politiker weigert sich, den Ostteil Jerusalems als Hauptstadt eines künftigen Palästinenserstaats abzutreten. Nach seiner Wahlniederlage vor zehn Jahren hatte der verheiratete Vater dreier Kinder zunächst eine Auszeit von der Politik genommen. Ende 2005 übernahm er nach dem Ausscheiden Scharons dann wieder die Führung der Likud-Partei.

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