Axel Weber steht vor einem Karrieresprung. Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" will die Bundesregierung dem Präsidenten der Bundesbank dafür den Weg ebnen, dass er im kommenden Jahr Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) werden kann. Weber wäre damit als Nachfolger des Franzosen Claude Trichet Europas Währungshüter.

Damit dies gelingt, sind diplomatische Winkelzüge gefragt. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble setzt sich dafür ein, dass der Portugiese Vitor Constancio EZB-Vize wird. Die Berufung eines Südeuropäers würde die Chancen des Nordeuropäers auf den Chefposten stark erhöhen, hieß es auch Brüsseler Kreisen.

Weber ist erst 52 Jahre alt und bereits seit dem Jahr 2004 Chef der Bundesbank. Zuvor gehörte der Ökonom dem Rat der Wirtschaftsweisen an. Der damalige Finanzminister Hans Eichel (SPD) berief den parteilosen Weber auf den Chefposten bei der Bundesbank. Vorgänger Ernst Welteke war wegen einer Spesenaffäre zurückgetreten. Für die Unterstützung von Webers Kandidatur hat sich laut "Spiegel" Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bereits die Unterstützung von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy gesichert.

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