Jens Ressing

Andreas Jungbluts Zeit als Kapitän des Traumschiffs ist abgelaufen. 27 Jahre lang stand der 59-Jährige in Diensten der Reederei Deilmann, seit 13 Jahren führte er als Kapitän das Kommando auf der „MS Deutschland“, auf der das ZDF seine Serie dreht. Doch in jüngster Zeit hatte es Unstimmigkeiten zwischen dem Kapitän und der Reederei gegeben. So hatte Jungblut während der Olympischen Spiele, als das „Traumschiff“ als Unterkunft für Besucher und Prominente in London vor Anker lag, öffentlich gegen Pläne protestiert, das Schiff auszuflaggen. Das Schiff sollte aus Kostengründen unter der Flagge Maltas fahren. Die Reederei lenkte angesichts des öffentlichen Drucks ein. Das Fass zum Überlaufen brachte offenbar ein „Bild“-Interview vom Wochenende. Darin wird Jungblut mit den Worten zitiert, das Schiff solle nach Korea verkauft werden. Dies dementierte die Reederei. „Die Kündigung ist keine Reaktion auf das Engagement für die deutsche Flagge. Wir hätten gerne weiter mit Kapitän Jungblut zusammengearbeitet, aber es ging einfach nicht mehr“, sagte Reedereigeschäftsführer Konstantin Bissias. Jungblut zeigte sich  empört. Er hat einen Anwalt eingeschaltet. dpa

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