Anders Fogh Rasmussen hat eine ganz eigene Auffassung von "Klimapolitik". "Unser größtes Schadstoffproblem ist die heiße Luft von Politikern, die große Reden schwingen, ohne dass hinterher das Geringste passiert", sagte der 56-Jährige einer dänischen Zeitung.

Am Montag übernimmt er das Amt des Nato-Generalsekretärs von dem Niederländer Jaap de Hoop Scheffer. Der dänische Rechtsliberale selbst glaubt an sein "persönliches Drehbuch". Das wolle er Punkt für Punkt abarbeiten.

Das Drehbuch, das er in den sieben Jahren an der Spitze der dänischen Regierung umgesetzt hat, hält er selbstredend für einen großen Erfolg. Die sehr harten Zuwanderungsregeln, die heute in Dänemark Gesetz sind, standen da ganz oben. Auch die in Teilen anti-islamische Grundstimmung im Nachbarland entstand während seiner Regierungszeit, der Karikaturenstreit ist unvergessen.

Dies und Rasmussens treue Gefolgschaft bei Bushs Irak-Feldzug gelten als Hypothek für den neuen Nato-Job. Rasmussen wird als ziviler Chef der Militärallianz beweisen müssen, dass er auch den Dialog mit muslimischen Regierungen oder gar Verhandlungen mit den Taliban führen kann.

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