Ailton ist noch nie in Hönnepel gewesen und in Straelen und Hiesfeld vermutlich auch nicht. Seine Fußball-Welt ist bislang eine größere gewesen. Mit Werder Bremen holte der "Kugelblitz" das Double, wurde Torschützenkönig und gar Fußballer des Jahres.

Das ist fünfeinhalb Jahre her, und Ailtons Stern strahlte ungeheuer hell. Seither ist er langsam verglüht, immer ein bisschen mehr. Seine letzten Stationen hießen Metalurg Donezk, SCR Altach, Campinense Clube und Chongqing Lifan. Geblieben ist allein sein guter Name, und der ist im Ausland offenbar noch etwas wert. Allerdings nicht mehr auf großer Bühne.

Die letzte Ausfahrt auf dem Karriereweg des Brasilianers (36) könnte jetzt Krefeld-Uerdingen sein. Dem darbenden KFC, der als Niederrheinligist (6. Liga) durch die Lande tingelt, könnte er zu neuem Glanz verhelfen.

Er sei optimistisch, dass es klappt, sagt Uerdingens Präsident Lakis. Auch mit der Aufenthaltsgenehmigung soll es keine Probleme geben. Ailton selbst sagt: "Ich habe ein gutes Angebot aus Uerdingen bekommen." Dem Vernehmen nach nicht sein einziges. Nächste Woche soll klar sein, ob die Sache Ailton wirklich mehr ist als eine witzige PR-Aktion.

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