Der 47-Jährige regiert seit Montag die Hafenmetropole Rotterdam als Bürgermeister - und damit die zweitgrößte Stadt der Niederlande.

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Ahmed Aboutaleb.

Ahmed Aboutaleb.

Ahmed Aboutaleb.

Ahmed Aboutaleb kennt das Gefühl, zwischen zwei Stühlen zu sitzen. Radikale unter den Hunderttausenden Muslimen in den Niederlanden werfen ihm vor, "zu weiß" zu sein. Manche "Weiße" kritisieren, er sei zu nachgiebig gegenüber Islam-Fanatikern.

Dass der 47-Jährige seit Montag die Hafenmetropole Rotterdam und damit die zweitgrößte Stadt der Niederlande als Bürgermeister regiert, gilt europaweit als politische Sensation: Aboutaleb war 1976 mit fast 16 Jahren als Sohn eines strenggläubigen Imams nach Holland gekommen, und bis heute besitzt er auch die Staatsbürgerschaft seines Geburtslandes Marokko.

In der Mitte der niederländischen Gesellschaft genießt der Sozialdemokrat und bekennende Muslim freilich große Sympathien. Seit 2004 traut man dem studierten Kommunikationsexperten landesweit zu, Feindseligkeit und Hass überwinden zu können.

Damals trug er maßgeblich zur Eindämmung von Unruhen bei, die nach der Ermordung des islamkritischen Regisseurs Theo van Gogh durch einen fanatischen Muslim ausbrachen. Aboutaleb forderte seine Glaubensbrüder auf, sich zur Demokratie zu bekennen oder in islamische Staaten zu ziehen.

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