Bauwerk
Kleinere Steinschläge durch Verwitterung oder Kriegsschäden sind beim Kölner Dom nicht ungewöhnlich.

Kleinere Steinschläge durch Verwitterung oder Kriegsschäden sind beim Kölner Dom nicht ungewöhnlich.

Horst Ossinger

Kleinere Steinschläge durch Verwitterung oder Kriegsschäden sind beim Kölner Dom nicht ungewöhnlich.

Köln (dpa).  Ein Bettler hat am Montag ein Stück vom Kölner Dom auf den Kopf bekommen. Der etwa 50 Zentimeter große Brocken hatte sich in 25 Metern Höhe vom Südturm gelöst und war auf eine Art Vordach gestürzt. Dort zersprang er in viele kleinere Stücke, die zum Teil vor eines der Portale fielen.

Der 61 Jahre alte Mann wurde dadurch am Kopf verletzt. Er sei ins Krankenhaus gekommen, habe aber bald wieder entlassen werden können, teilte die Dombauverwaltung mit.

Bei dem Stein handelt es sich um Trachyt vom Drachenfels am Rhein. Das Gestein war im 14. Jahrhundert nach Köln transportiert und dort verbaut worden. Kleinere Steinschläge am Dom durch Verwitterung oder Kriegsschäden sind nicht ungewöhnlich, allerdings ereignen sie sich meist bei Sturm. «Wir können uns alle nicht erinnern, dass jemals etwas bei so traumhaftem Wetter wie heute passiert ist», sagte ein Sprecher der Dombauverwaltung. Vielleicht habe es mit den Temperaturschwankungen der vergangenen Tage zu tun.

Vor dem Kölner Dom sitzen tagsüber immer Bettler. Die Plätze sind begehrt. «Zum Betteln ist das der beste Platz in ganz Köln», sagte eine Bettlerin einmal der Nachrichtenagentur dpa. Schon wenige Meter weiter müsse man Obdachlosenzeitungen anbieten, um die Leute zu einer Spende zu bewegen.

Direkt vor dem Eingang dagegen öffneten viele Leute ihre Portemonnaie einfach so. Das sei absolut ungewöhnlich.

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