Tübingen. Erneut hat ein Bahnschaffner einem Zeitungsbericht zufolge einen Jugendlichen ausgesetzt, weil er keine Fahrkarte hatte. Der 14 Jahre alte Schüler aus Tübingen habe sich am Plochinger Bahnhof in Baden-Württemberg einen Fahrausweis gekauft, diesen aber bei einer Kontrolle im Zug nicht mehr finden können.

Das berichtete die "Südwest Presse" am Mittwoch und bezieht sich dabei auf die Mutter. Der Junge, der zurück nach Tübingen wollte, wurde dann in Wendlingen aus dem Zug geschickt. Der Vorfall soll sich bereits im Dezember ereignet haben.

Die Bahn wollte sich zu dem Vorfall zunächst nicht äußern. Erst müsse der Zugbegleiter ausfindig gemacht und mit der Behauptung konfrontiert werden, sagte ein Sprecher in Stuttgart der dpa. Dann werde die Familie, die sich beim Kundenservice beschwert habe, auch eine Antwort erhalten.

Kurz vor Weihnachten war ein Fall in Niedersachsen publik geworden, bei dem drei Kinder allein nach Bremen weiterfahren mussten, nachdem die Mutter zum Entwerten eines Tickets auf einen Bahnsteig geschickt worden und zu spät zurückgekommen war.

Im Oktober und November hatten Schaffner drei Kinder aus Zügen verwiesen, weil diese ohne Fahrkarten unterwegs waren. Die Bahn entschuldigte sich. Der Bahnsprecher wies darauf hin, dass die Zugbegleiter eigentlich die Anweisung hätten, Kinder und Jugendliche sowie Betrunkene und Mütter mit Kleinkindern ohne Fahrkarte nicht aus dem Zug zu setzen.

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