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Symbolbild.

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Düsseldorf/Leipzig. Auf mehreren Bahnstrecken in Deutschland hat es in der Nacht zum Montag Brandanschläge auf Signalanlagen gegeben. In Niedersachsen, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen brannten Kabelschächte, wie das operative Abwehrzentrum der Polizei Sachsen in Leipzig mitteilte. Durch die bislang zwölf gemeldeten Anschläge kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr.

Die Ermittler gehen davon aus, dass zwischen den Anschlägen ein Zusammenhang besteht. Eine politische Motivation wie ein Bezug zum G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg könne nicht ausgeschlossen werden, erklärte die Polizei in Sachsen. Das dortige operative Abwehrzentrum nahm Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr auf. Die Brandanschläge ereigneten sich zwischen 01.00 Uhr und 04:30 Uhr am Montagmorgen.

Vandalismus im Ruhrgebiet

Bahnpendler zwischen Bochum und Dortmund müssen beim Start in die neue Woche mit Zugverspätungen rechnen. Der Grund sei ein Brand in einem Kabelschacht entlang der Bahnstrecke in Dortmund, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Montagmorgen. Nach ersten Erkenntnissen der Beamten hatten Unbekannte in der Nacht zum Montag die Kabel vermutlich mit Brandbeschleuniger angezündet. Bei dem Feuer seien unter anderem Signalkabel beschädigt worden.

Betroffen von den Einschränkungen sind nach Angaben der Deutschen Bahn die Linien RE1, RE6 und RE11. Zwischen Dortmund und Bochum komme aus bei den Linien zu Verspätungen zwischen zehn und fünfzehn Minuten in beiden Richtungen. Wie lange die Beeinträchtigungen noch andauern werden, war zunächst unklar. In anderen deutschen Städten kam es zu ähnlichen Vorfällen.

 

In Hamburg kam es zu zwei Bränden an Zuggleisen. Der Staatsschutz prüft, ob es sich um einen politisch motivierten Anschlag handelt. In der Nacht zum Montag hätten im Stadtteil Eidelstedt und im Bereich Höltigbaum Kabel neben den Gleisen gebrannt, erklärte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Weitere Einzelheiten waren zunächst unklar. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte, der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Lübeck sei zwischen Rahlstedt und Ahrensburg unterbrochen. Sie sprach von Vandalismus. Am 7. und 8. Juli treffen sich beim G20 Staats- und Regierungschefs aus den führenden Industrie- und Schwellenländern sowie Vertreter der EU in Hamburg.

Verspätungen wegen Kabelbrand nahe S-Bahnhof Treptower Park

Auch in Berlin gab es am Montagmorgen einen Kabelbrand nahe dem S-Bahnhof Treptower Park. Betroffen waren mehrere S-Bahnlinien.

«Eine Aufsicht hatte am frühen Morgen starken Rauch neben den Gleisen bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert», sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Der Rauch kam aus einem Kabelschacht, der zwischen den Bahnhöfen Treptower Park und Sonnenallee liegt. Die Feuerwehr rückte an und löschte den Brand.  

Zur Brandursache konnte die Polizei am frühen Morgen noch nichts sagen. «Das Landeskriminalamt prüft, ob der Brand vorsätzlich gelegt wurde. Das Ergebnis sollte man abwarten», sagte der Sprecher. Wie lange der Zugverkehr beeinträchtig bleibt, war zunächst nicht abzusehen. dpa/afp/red

 Die aktuellen Störungsmeldungen der Deutschen Bahn für Nordrhein Westfalen.

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