Italiener beziehen erst mit 31 ihre erste Wohnung.

Brüssel. Die jungen Europäer starten immer später ins Erwachsenenleben - sie leben gern und lange bei ihren Eltern, heiraten spät und bekommen noch später Kinder.

Das statistische Porträt "Jugend in Europa" des Europäischen Statistikamts hat die junge Generation analysiert. In Deutschland sind junge Frauen durchschnittlich 24 Jahre alt, wenn sie das Elternhaus verlassen. Junge Männer hält es noch länger im "Hotel Mama": Sie beziehen ihre erste eigene Wohnung im Schnitt mit 25 Jahren. Und damit sind sie im europäischen Vergleich noch früh dran. Nur Franzosen, Niederländer, Briten und Finnen ziehen früher aus. Italienerinnen haben indes erst mit 29,5 Jahren ihre eigene Wohnung - Italiener gar mit 31. Die Argumente der Nesthocker: 20 Prozent geben zu, dass es bei den Eltern bequem ist. 50 Prozent allerdings sagen: "Einen Auszug kann ich mir nicht leisten".

Mehr als 20 Prozent der Heranwachsenden zwischen 18 und 24 Jahren sind in Deutschland von Armut bedroht. Damit liegt diese Altersgruppe weit über dem Durchschnitt. Und doch: ihren Optimismus haben sich die Jungen erhalten. Fast jeder Zweite glaubt, dass sich sein Leben in den kommenden 20 Jahren verbessern wird.

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