Wahrsager warnen vor Turbulenzen: In der kommenden Woche fängt laut Chinas klassischem Kalender das Jahr des Pferdes an.

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Das chinesische Neujahrsfest fällt immer in die Zeit zwischen Januar und Februar. Nächste Woche beginnt das Jahr des Pferdes.

Das chinesische Neujahrsfest fällt immer in die Zeit zwischen Januar und Februar. Nächste Woche beginnt das Jahr des Pferdes.

dpa

Das chinesische Neujahrsfest fällt immer in die Zeit zwischen Januar und Februar. Nächste Woche beginnt das Jahr des Pferdes.

Peking. Das Pferd ist ein stolzes Tier: schnell und kräftig, aber auch impulsiv und dickköpfig. Diese Eigenschaften werden uns in den kommenden zwölf Monaten begleiten, wenn am 31. Januar das Jahr des Pferdes nach Chinas klassischem Kalender beginnt. Davon sind zumindest chinesische Wahrsager überzeugt.

Sie erwarten eine explosive Mischung mit mehr Spannungen und Konflikten, aber sehen auch die Chance für einen neuen Aufbruch und Fortschritt. Sie berufen sich auf Jahrtausende alte Erfahrungen, denn der traditionelle chinesische Kalender ist einer der ältesten Kalender und geht mehr als 4000 Jahre zurück.

Große Umwälzungen stehen laut den Prognosen bevor. Die Pferdejahre standen in der Geschichte für tiefgreifende Wendepunkte, wie die Große Depression 1930 oder der Beginn der Kulturrevolution in China 1966. Alle zwölf Jahre tritt der Mond laut chinesischem Kalender in das siebte Tierkreiszeichen, das Pferd, ein. Das Neujahrsfest fällt auf die Zeit zwischen Januar und Februar. Auch Frühlingsfest genannt, ist es das höchste chinesische Familienfest.

„Es wird internationale Konflikte und Auseinandersetzungen geben.“

Raymond Lo, Wahrsager

Der Hongkonger Wahrsager Raymond Lo macht sich Sorgen um das anstehende Jahr des Pferdes. „Es wird mehr internationale Konflikte und Auseinandersetzungen geben, und sie könnten sogar zu heftigen Kämpfen und Kriegen führen“, meint er. Die Hartnäckigkeit des Pferdejahres mache das Lösen von Konflikten schwer.

Das Pferdejahr ist aber nicht generell schlecht. Ganz im Gegenteil: Pferde gelten als selbstbewusst, unabhängig und loyal. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde im Jahr des Pferdes 1954 geboren. Und in ihren Forderungen nach Sparsamkeit in Europa und ihrem Kurs in der Euro-Krise sieht Raymond Lo typische Pferdeeigenschaften.

Helmut Kohl wurde im Jahr des Pferdes (3. April 1930) geboren – ebenso Wladimir Iljitsch Lenin (22. April 1870) und Chinas ehemaliger Staats- und Parteichef Hu Jintao. Prominente „Pferde“ sind auch der Schauspieler Clint Eastwood (31. Mai 1930), die Sängerinnen Barbra Streisand (24. April 1942) und Aretha Franklin (25. März 1942), Frederic Chopin (22. Februar 1810), der Maler Rembrandt (15. Juli 1606) und der ehemalige US-Präsident Theodore Roosevelt (27. Oktober 1858).

Am besten sollen Pferde aus den Geburtsjahren 1954, 1966, 1978, 1990 mit Tigern (1950, 1962, 1974, 1986), mit Hunden (1958, 1970, 1982, 1994) und Schafen (1955, 1967, 1979, 1991) zusammenpassen.

Überlieferungen zufolge sind Pferde mutig und kühn. Sie sollen vor Energie und Selbstvertrauen sprühen. Knallharte Geschäftsleute und geborene Führer mit großem Ehrgeiz werden nach chinesischer Lesart oft in Pferdejahren geboren. Sie können hart arbeiten, sind intelligent und freundlich. Dafür sollen Pferde Probleme mit dem anderen Geschlecht haben. Sie gelten als opportunistisch, ändern ihre Meinung aus Launen heraus und denken zu sehr an sich selbst und zu wenig an andere.

Viele Chinesen stimmen sich mit einem Wortspiel auf das neue Jahr ein: Die chinesische Formulierung für „bald gibt es“ bedeutet wörtlich übersetzt „Auf dem Rücken des Pferdes“. „Auf dem Rücken des Pferdes gibt es Geld“ klingt fast so wie „Bald gibt es Geld“.

Na dann, frohes neues Jahr.

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