Amsterdam. Hanf im Heim - Wohnung weg! Hunderte Niederländer sind in den letzten Jahren aus ihren Wohnungen gewiesen worden, weil sie dort Cannabis angepflanzt hatten. Immer härter gingen Wohnungsgenossenschaften gegen solche „Marihuana-Mieter“ vor, berichtete die Zeitung „De Telegraaf“.

„Wer in unseren Wohnungen Hasch anbaut, spielt mit dem Feuer“, sagte am Donnerstag ein Sprecher des Dachverbandes der Baugenossenschaften Aedes, der den Zeitungsbericht bestätigte. Danach wurden allein im vorigen Jahr 273 Mieter wegen Cannabispflanzen im trauten Heim auf die Straße gesetzt - elf Prozent mehr als 2008.

„Das mag ja alles für den persönlichen Bedarf gewesen sein, aber unsere Mietverträge sind eindeutig: Hanfanbau im Heim ist verboten“, sagte der Aedes-Sprecher. Gerichte entschieden in solchen Fällen immer häufiger im Sinne der Vermieter, berichtete „De Telegraaf“.

In den Niederlanden wird zwar seit Jahren das Haschischrauchen in sogenannten Coffeeshops sowie der Besitz von bis zu fünf Gramm Cannabis-Produkten offiziell geduldet. Behörden versuchen jedoch, Hollands weltbekannte Haschkultur zurückzudrängen.

So ist den Coffeeshops in einigen Provinzen des Königreichs inzwischen der Verkauf von Haschisch an Ausländer untersagt, um dem Drogentourismus die Basis zu entziehen.

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