Stress und Gesundheitsprobleme.

Sabrina Ceccherini: Erst Stewardess, jetzt Autorin.
Sabrina Ceccherini: Erst Stewardess, jetzt Autorin.

Sabrina Ceccherini: Erst Stewardess, jetzt Autorin.

privat

Sabrina Ceccherini: Erst Stewardess, jetzt Autorin.

Düsseldorf. Als Traum, die Welt zu bereisen, fremde Orte zu erkunden und viele interessante Leute zu treffen – so fing es auch einst bei Sabrina Ceccherini an. 20 Jahre war sie als Stewardess in der Welt unterwegs. Dann hat sie ihren Beruf an den Nagel gehängt und ein Buch geschrieben: In „Checked Out!“ rechnet sie mit dem Mythos ihres einstigen Traumberufes ab.

Sechs Wochen Ausbildung, gutes Geld – und ab in die Lüfte

Die Ausbildung dauertedamals nur sechs Wochen, und die vergleichsweise gute Bezahlung lockte Sabrina Ceccherini in die Lüfte. „In Fremdsprachen war ich schon in der Schule gut, da bot sich der Job an.“ Viele Jahre hat sich alles erfüllt, was sie sich unter dem Traumberuf vorgestellt hat: Zwischen ihren Langstreckenflügen hatte sie immer mal wieder tagelange Aufenthalte – konnte Land und Leute kennenlernen.

Doch mit den Jahren änderte sich alles. „Mit den immer günstiger werdenden Flügen konnte sich plötzlich fast jeder Tickets leisten. Das Flugaufkommen stieg enorm, wir mussten immer mehr arbeiten. Gleichzeitig hatten wir weniger Aufenthalte, der Service wurde weniger, alles musste immer schneller gehen“, berichtet die Ex-Stewardess. Gesundheitliche Probleme waren die Folge. Die ständigen Klimawechsel, die Klimaanlage im Flugzeug und der Jetlag belasteten Checcherini. „Ich habe bis heute Schwierigkeiten mit meinem Biorythmus. Ich kann um sechs Uhr wach werden und ein Steak essen.“

Selbst bei Kinderpornos darf man nichts sagen

Auch die Passagiere haben sich verändert, sagt die Düsseldorferin: „Bitte und Danke sind Fremdworte geworden.“ Ständig müsse man Haltung bewahren, dürfte nichts sagen. Selbst dann nicht, wenn auf Flügen nach Thailand Kinderpornos durch die Reihen wandern. Weiterempfehlen würde Sabrina Ceccherini ihren ehemaligen Traumberuf nicht. „Höchstens als Studentenjob und nur für ein paar Jahre.“

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