Das gekenterte Tankschiff mit Schwefelsäure an Bord im Rhein wurde rechtzeitig vor dem Hochwasser mit einem Ponton gesichert. Die Fluten behindern jedoch die ohnehin langwierige Bergung des Wracks. Die Suche nach den beiden Vermissten geht weiter.

Frachter auf dem Rhein gekentert
Das mit 2400 Tonnen Schwefelsäure beladene Tankschiff.

Das mit 2400 Tonnen Schwefelsäure beladene Tankschiff.

Thomas Frey

Das mit 2400 Tonnen Schwefelsäure beladene Tankschiff.

St. Goarshausen (dpa). Das Hochwasser hat die Vorbereitungen für die Bergung des im Rhein bei St. Goarshausen gekenterten Säure- Tankers am Wochenende behindert. Zwei aus Duisburg angeforderte Schiffskräne konnten sich wegen des hohen Wasserstands nicht auf den Weg zum Unglücksort nahe der Loreley machen. Anzeichen für ein Auslaufen der Schwefelsäure aus dem Wrack gab es am Sonntag aber nicht mehr. 

Frühestens am Montagnachmittag wollen die Behörden hier den Schiffsverkehr wieder teilweise freigeben. 200 Schiffe warten. Die Suche nach den beiden vermissten Bootsleuten ging derweil weiter. Es gab kaum noch Hoffnung, sie lebend zu finden. Eine Spaziergängerin hatte am Samstag etwa sieben Kilometer stromabwärts einen mit einem blauen Overall bekleideten Mann im Wasser treiben gesehen. Die Wasserschutzpolizei fand jedoch nichts. Nach der Havarie am Donnerstag waren zwei Männer lebend gerettet worden.

Der mit 2400 Tonnen Schwefelsäure beladene deutsche Tanker liegt seit dem noch ungeklärten Unfall auf der Seite im Rhein. Messungen haben keine Anzeichen für ein Auslaufen der Chemikalie erbracht. Nach den Worten einer BASF-Sprecherin wird die 96- prozentige Säure als schwach wassergefährdend eingestuft. Jedoch entstehen bei der Durchmischung mit Wasser hohe Temperaturen.

Am Freitag war das etwa 110 Meter lange Schiffswrack an einem im Grund verankerten Ponton befestigt worden. Die Bergung sollte nach früheren Angaben bis zu vier Wochen dauern.

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