Heftige Regenfälle lassen die Flüsse über die Ufer treten. Auch in Bayern liefen Keller voll.

Mit Sandsäcken schützen sich die Menschen vor Überschwemmungen – wie hier im niederösterreichischen Bezirk Melk.
Mit Sandsäcken schützen sich die Menschen vor Überschwemmungen – wie hier im niederösterreichischen Bezirk Melk.

Mit Sandsäcken schützen sich die Menschen vor Überschwemmungen – wie hier im niederösterreichischen Bezirk Melk.

dpa

Mit Sandsäcken schützen sich die Menschen vor Überschwemmungen – wie hier im niederösterreichischen Bezirk Melk.

Wien/Rosenheim. Während im Westen Deutschlands die Sonne scheint, versinken Bayern und Österreich im Regen.

Besonders in den Hochwassergebieten Österreichs spitzte sich gestern die Lage zu. Allein 6000 Feuerwehrleute waren in Ober- und Niederösterreich im Einsatz. Die Flüsse Steyr, Enns, Krems und Traun traten an mehreren Stellen über die Ufer. Das Untere Kremstal stand kurz vor einer flächendeckenden Überflutung. Das Hauptdepot des Wiener Museum Albertina mit 950 000 Kunstwerken wurde wegen des Eindringens von Feuchtigkeit vorsorglich evakuiert. Für den Fall größerer Überflutungen hat das österreichische Bundesheer 10 000 Soldaten in Alarmbereitschaft versetzt.

Im niederösterreichischen Amstetten konnten zwei Mitarbeiter der Wasserwerke erst in letzter Sekunde von der Feuerwehr aus dem Fluss Ybbs gerettet werden. Die Männer waren mit dem Bau eines Damms beschäftigt, als sie von der Flut weggespült wurden.

Zudem teilte die Polizei mit, dass am Dienstagnachmittag ein Geländewagen bei Graz in die Hochwasser führende Mur gestürzt sei. Obwohl eine Suche eingeleitet wurde, konnten bisher weder das Fahrzeug noch mögliche Insassen gefunden werden.

Die größte Niederschlagsmenge wurde derweil in Lunz am See gemessen: Dort fielen innerhalb von 48 Stunden 207 Liter Regen.

In Süddeutschland führte der Dauerregen besonders in Oberbayern zu Überflutungen von Äckern und kleineren Straßen. Auf rutschigen Autobahnen kam es zu Unfällen. Auf der A95, der Inntal-Autobahn, kam ein Auto in Schleudern - zwei Menschen wurden verletzt. Kleinere Flüsse wie Traun und Mangfall schwollen gefährlich an. In den oberbayerischen Gemeinden Schliersee, Bernau am Chiemsee und Grassau liefen Keller voll.

Die höchste Regenmenge in Bayern wurde von der Winkelmoos-Alm gemeldet: 138 Liter innerhalb von 48 Stunden.

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