Kurz aber hart: Die Abgeordneten gerieten aneinander und ließen die Fäuste sprechen.

Kiew Parlament Schlägerei
Die Debatte wurde diesmal mit Fäusten ausgetragen - mehr politische Entscheidungen entstanden dadurch jedoch nicht.

Die Debatte wurde diesmal mit Fäusten ausgetragen - mehr politische Entscheidungen entstanden dadurch jedoch nicht.

Reuters

Die Debatte wurde diesmal mit Fäusten ausgetragen - mehr politische Entscheidungen entstanden dadurch jedoch nicht.

Kiew. Im ukrainischen Parlament haben sich Volksvertreter eine kurze, aber heftige Keilerei geliefert. Mindestens drei Abgeordnete wurden mit Wunden und Brüchen ins Krankenhaus gebracht, wie die Agentur Unian am Donnerstagabend aus Kiew meldete. Zuvor hatten Mitglieder der Partei der prowestlichen Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko die Regierungsbank besetzt. Sie werfen der Regierung des prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch vor, mit erfundenen Anschuldigungen Timoschenko ausschalten zu wollen. Schließlich stürmten Abgeordnete der prorussischen Regierungspartei den Saal und droschen auf ihre Gegner ein.

Am Vortag hatte die Generalstaatsanwaltschaft Timoschenko wegen der Veruntreuung von 200 Millionen Euro angeklagt. Die Politikerin soll das für Umweltprojekte bestimmte Geld illegal an die Rentenkasse weitergeleitet haben. Erst im April hatten tumultartige Zustände in der Obersten Rada - dem Parlament - für Aufsehen gesorgt. Damals hatten die Abgeordneten bei der Abstimmung über einen umstrittenen Gas-Vertrag mit Russland aufeinander eingeschlagen und Rauchbomben gezündet. dpa

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