Niedersachsens Kulturministerin Johanna Wanka verspricht sich nun „eine große Strahlkraft“ für die Region.

Ein Kunstrad mit Feldgestänge und Hubsatz.
Ein Kunstrad mit Feldgestänge und Hubsatz.

Ein Kunstrad mit Feldgestänge und Hubsatz.

dpa

Ein Kunstrad mit Feldgestänge und Hubsatz.

Brasília. Die Unesco hat die Harzer Wasserwirtschaft zum Weltkulturerbe erklärt. Damit ist das Wassersystem, das schon vor 800 Jahren Energie für den Bergbau erzeugt hat, künftig Teil der nunmehr 33 Welterbestätten in Deutschland.

Die 21 Experten des Welterbekomitees hätten ihre Entscheidung in Brasília einstimmig getroffen, teilte die Unesco-Sprecherin Sue Williams mit. Deutschland hatte die Harzer Wasserwirtschaft als Erweiterung der Welterbestätte "Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar" nominiert, die seit 1992 zum Unesco-Welterbe gehört.

Das System kleiner Stauseen, Gräben, Stollen und Wasserläufe diente den Bergleuten zur Energieerzeugung. Heute sind 65 Teiche, 70 Kilometer ausgemauerte Gräben und 20 Kilometer Wasserläufe zu sehen. Die Wasserwirtschaft ist bis heute in Betrieb und steht unter Denkmalschutz.

"Die Aufnahme des größten montanen Wasserwirtschaftssystems der Welt ist eine berechtigte Auszeichnung für dieses Meisterwerk menschlicher Schöpfungskraft", sagte Niedersachsens Kulturministerin Johanna Wanka (CDU). Sie verspreche sich eine große Strahlkraft für den Harz.

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