Polizeibeamte vor einigen Tagen im Hambacher Forst in Kerpen.
Polizeibeamte vor einigen Tagen im Hambacher Forst in Kerpen.

Polizeibeamte vor einigen Tagen im Hambacher Forst in Kerpen.

Henning Kaiser

Polizeibeamte vor einigen Tagen im Hambacher Forst in Kerpen.

Aachen/Merzenich. Die Polizei hat in einem Erddepot am Braunkohletagebau Hambach Material sichergestellt, dass zum Bau von Molotow-Cocktails benutzt werden kann. Außerdem seien in dem Erdloch Wachskugeln mit einem Kern aus Bitumen, sowie Krallenfüße, die Autoreifen zum Platzen bringen können, gefunden worden, teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag mit. Das Erddepot hätten RWE-Mitarbeiter bei Arbeiten im Zuge der Rodungen im Hambacher Forst entdeckt.

Nach der folgenschweren Attacke auf ein RWE-Fahrzeug ermittelt die Polizei gegen vier Tatverdächtige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Unbekannte hatten das mit vier Leuten besetzte Fahrzeug am Mittwoch mit Gegenständen beworfen. Der Fahrer verlor die Kontrolle, das Fahrzeug überschlug sich mehrmals. Die vier Insassen wurden leicht verletzt. Gegen zwei Frauen, die später Polizisten von Baumhäusern mit Pyrotechnik beworfen haben sollen, wurde Haftbefehl erlassen. Sie sitzen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung in Haft.

Die Polizei ist am Tagebau Hambach mit massiven Kräften im Einsatz, um Rodungsarbeiten von RWE für den fortschreitenden Tagebau zu schützen. Der Hambacher Forst mit einem alten Baumbestand ist seit Jahren Symbol für den Kampf gegen den Braunkohletagebau.

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