dpa

Schandelah (dpa). Wieder ein Güterzugunfall bei der Deutschen Bahn: Ein mit Autoteilen beladener Zug ist in der Nacht zum Freitag auf der Fahrt von Magdeburg nach Braunschweig entgleist. Verletzt wurde niemand, teilte die Bundespolizei mit. Zwei leere Waggons in der Mitte des 600 Meter langen Zuges sprangen nahe der Ortschaft Schandelah aus den Gleisen und beschädigten die Bahnstrecke auf zweieinhalb Kilometern Länge. Die Ursache des Unfalls ist noch unklar. Es habe aber keine Fremdeinwirkung gegeben.

Wie die Deutsche Bahn mitteilte, wurde die im Ost-West-Verkehr wichtige Bahnstrecke bis auf weiteres voll gesperrt. Reisende müssen mit Verzögerungen rechnen. Zwischen Braunschweig und Helmstedt fahren ersatzweise Busse, die Intercity-Züge zwischen Leipzig und Hannover werden über Stendal und Wolfsburg umgeleitet. Dadurch verlängert sich die Fahrzeit um 45 Minuten. Die Züge halten in Wolfsburg, damit Reisende dort Richtung Braunschweig umsteigen können. Unfallermittler des Eisenbahnbundesamtes untersuchen an der Unglücksstelle, warum drei Achsen der beiden Waggons aus dem Gleis gerieten. Erst im Anschluss könnten die Wagen wieder auf die Gleise gestellt und der Zug wegrangiert werden, erklärte eine Bahnsprecherin. Ein Hilfszug sei bereits eingetroffen.

Seit Jahresbeginn ist es der fünfte Güterzugunfall bei der Bahn. Gleich zweimal hintereinander entgleisten in Westfalen Züge auf der Strecke vom Ruhrgebiet Richtung Berlin, bei Wuppertal verunglückte ein mit Kohlenstaub beladener Zug. Glimpflich endete vor einer Woche ein Unfall mit einem Gefahrgut-Zug im Rostocker Seehafen.

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