Nicht nur bei dem Discounter Lidl ist Paprika mit Grenzwertüberschreitungen gefunden worden. Auch bei Tengelmann in München und Netto in Bonn gab es Auffälligkeiten. (Symbolbild)
Nicht nur bei dem Discounter Lidl ist Paprika mit Grenzwertüberschreitungen gefunden worden. Auch bei Tengelmann in München und Netto in Bonn gab es Auffälligkeiten. (Symbolbild)

Nicht nur bei dem Discounter Lidl ist Paprika mit Grenzwertüberschreitungen gefunden worden. Auch bei Tengelmann in München und Netto in Bonn gab es Auffälligkeiten. (Symbolbild)

dpa

Nicht nur bei dem Discounter Lidl ist Paprika mit Grenzwertüberschreitungen gefunden worden. Auch bei Tengelmann in München und Netto in Bonn gab es Auffälligkeiten. (Symbolbild)

Hamburg (dpa) - Nach der Paprika-Rückrufaktion des Discounters Lidl ist nach Angaben von Greenpeace auch bei anderen Supermarktketten Gemüse mit überschrittenen Grenzwerten gefunden worden.

Tests der Umweltorganisation wiesen hohe Rückstände des Wachstumsregulators Ethephon in gelben und roten Gemüsepaprika in den Geschäften von Tengelmann und der Edeka-Tochterfirma Netto Marken- Discount auf, teilte die Umweltorganisation am Montag in Hamburg mit. Verbraucher könnten das belastete Gemüse schnell an den grünen Schattierungen erkennen.

«Die Paprika sind im spanischen Winter nicht schnell genug gelb und rot geworden», erklärte der Greenpeace-Experte Manfred Santen. «Um den Paprika-Mix in allen drei Farben verkaufen zu können, haben die Produzenten mit Chemie nachgeholfen.» Ethephon ist nach Greenpeace-Angaben bei zu hohen Rückständen gesundheitsschädlich und kann reizend auf Haut und Schleimhäute wirken. Werde das Pestizid in großen Mengen verzehrt, wirke es als Nervengift.

Am Samstag hatte Lidl den «Spanischen Paprika Mix» (Losnummer L- 01-05 TUTW) aus Geschäften in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen wegen unzulässig hoher Ethephon-Werte zurückgerufen. Die betroffenen Produkte waren zwischen dem 10. und 13. Januar verkauft worden, seien nun aber nicht mehr im Handel, berichtete das Unternehmen.

Die bereits am 8. Januar in sieben Städten genommenen Greenpeace- Proben wiesen bei drei von 29 Proben Überschreitungen des gesetzlichen Höchstgehaltes auf. Eine Paprika-Probe aus einer Netto- Filiale in Bonn überschritt die «Akute Referenzdosis» (ARfD). Bereits der einmalige Verzehr könne die Gesundheit schädigen - besonders bei Kindern, betonte Greenpeace.

Netto nahm die Paprikasorten in zwei Niederlassungen in Nordrhein- Westfalen aus dem Sortiment, sagte eine Unternehmenssprecherin. Das Paprika-Sortiment in anderen Netto-Filialen sei dagegen nicht betroffen. Verbraucher, die die betroffenen Artikel bereits gekauft haben, könnten diese in allen Filialen zurückgeben und erhielten den Kaufpreis zurück.

Tengelmann wollten sich am Montag zunächst nicht zur Sache äußern. Man werde der Sache aber auf den Grund gehen, sagte eine Sprecherin der in Mühlheim an der Ruhr ansässigen Tengelmann-Gruppe.

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