Die Sängerinnen Beyoncé Knowles und Taylor Swift waren die großen Gewinnerinnen der Nacht in Los Angeles.

Beyoncé siegte in sechs Kategorien.
Beyoncé siegte in sechs Kategorien.

Beyoncé siegte in sechs Kategorien.

dpa

Beyoncé siegte in sechs Kategorien.

Los Angeles. Die Grammy-Verleihung in Los Angeles wurde zur Nacht der Frauen. Country-Star Taylor Swift räumte die wichtigste Musik-Auszeichnung vier Mal ab. Mit ihren erst 20 Jahren war sie der Shooting-Star des Abends. Alles überstrahlende Künstlerin der Grammy-Nacht war jedoch die 28-jährige Beyoncé: Mit ihrem Sieg in sechs Kategorien hat sie nun insgesamt 13 Grammys und ist die Künstlerin mit den meisten Trophäen in der Geschichte des Wettbewerbs.

In der Nacht gewann sie in "Song des Jahres", "R&B-Gesangsdarbietung", "R&B-Song" (Single Ladies), "Beste weibliche Pop-Performance" (Halo), und "Bestes R&B-Album" (I Am... Sasha Fierce). Beyoncé ist damit auch die erste Künstlerin, die es geschafft hat, bei zwei Verleihungen jeweils mehr als fünf Trophäen abzuräumen. "Das ist eine so wunderbare Nacht für mich, und ich möchte den Grammys danken", sagte sie.

Beyoncé und Jay-Z sind das reichste US-Promi-Paar

Das Geheimnis ihres Erfolges - neben der unglaublichen Stimme und dem umwerfenden Aussehen - ist sicher auch ihr Mann Jay-Z. 2008 heiratete Beyoncé Knowles den US-Rapper, mit dem sie zuvor bereits lange zusammen war. Er produziert heute viele ihrer Songs. Laut dem US-Magazin "Forbes" sind Knowles und Jay-Z das reichste Promi-Paar der USA. Mit ihrer Musik, eigenen Modelabels und diversen Werbeverträgen verdienten beide Stars 2009 rund 180 Millionen US-Dollar (129 Millionen Euro). Abgehoben ist die 28-Jährige deshalb nicht.

Beyoncé ist streng gläubig, raucht nicht, trinkt nicht, und mit großen Skandalen hat sie auch noch nie auf sich aufmerksam gemacht.

Als Kind sang sie im Kirchenchor, mit acht Jahren gründete Beyoncé ihre erste Band: Es ist der Beginn der Ausnahmekarriere. Einer Anekdote nach malten Mutter und Vater Knowles vor der Garage im heimischen Texas einen Laufsteg auf den Asphalt und casteten 48weibliche Bandmitglieder für musikalische Gruppen mit wechselnder Besetzung. Die hießen erst "Girl’s Tyme" und sangen in Einkaufszentren Playback. Dann gab es irgendwann "Cliché", schon mit eigenen Liedern (alle geschrieben von Beyoncé), um schließlich als "Destiny’s Child" Superstars zu werden. Da war Beyoncé 16. Die Band wird zu einer der erfolgreichsten Frauengruppen überhaupt.

Stefani Joanne Angelina Germanotta (Foto), wie Lady Gaga eigentlich heißt, eröffnete die Verleihung des wichtigsten Musikpreises: mit furioser Bühnenshow, knappem Body und einem Pianoduett mit Elton John.

Album des Jahres: "Fearless", Taylor Swift. Aufnahme des Jahres: "Use Somebody", Kings Of Leon. Song des Jahres: "Single Ladies", Beyoncé. Bester neuer Künstler: Zac Brown Band. Sängerinen-Performance: "Halo", Beyoncé. Sänger-Performance: "Make It Mine", Jason Mraz. Performance: "I Gotta Feeling", The Black Eyed Peas. Beste Aufnahme: "Poker Face", Lady Gaga. Bester R&B-Song: "Single Ladies", Beyoncé. Bestes Pop-Album: "The E.N.D.", Black Eyed Peas. Bestes Dance-Album: "The Fame", Lady Gaga.

Das Aus der Girlband verkündete "Be", wie ihre Freunde sie nennen, vor fünf Jahren am Ende eines Konzertes in Barcelona. Danach begann ihre Solokarriere. Mit der stellte sie schnell ihre früheren Erfolge in den Schatten.

Bei der 52. Grammy-Verleihung war der Auftritt von Michael Jacksons Tochter Paris (11) und seinem Sohn Prince Michael (12) sicher der, der lange in Erinnerung bleibt. Sie trugen eine schwarze Hose mit roten Streifen an der Seite und einer Art roten Kapitänsbinde um den Oberarm, als sie auf die Bühne im Staples-Center in LA kamen.

Es war ein Outfit, wie Michael Jackson es bei seiner History-Tour trug. Sie nahmen den Preis für das musikalische Lebenswerk ihres verstorbenen Vaters entgegen. Bei seiner Rede vor einem Millionenpublikum wirkte Prince sehr nervös. "Ich danke Gott, den Fans und den Großeltern", sagte er.

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