Ride The Stairways: 100 Kubikmetern Schnee und 40 todesmutige Extremsportler sind am Wochenende in Gräfrath zu finden.

Tollkühne Männer auf ihren fliegenden Brettern: Ein Snowboarder beim "Ride The Stairways"-Event in Gräfrath.
Tollkühne Männer auf ihren fliegenden Brettern: Ein Snowboarder beim "Ride The Stairways"-Event in Gräfrath.

Tollkühne Männer auf ihren fliegenden Brettern: Ein Snowboarder beim "Ride The Stairways"-Event in Gräfrath.

Christian Beier

Tollkühne Männer auf ihren fliegenden Brettern: Ein Snowboarder beim "Ride The Stairways"-Event in Gräfrath.

Solingen. Für viele ist die große Schneeschanze auf dem Gräfrather Marktplatz an diesem Wochenende ein Riesengaudi. Doch die jungen Snowboarder, Trickskifahrer und Moutainbiker reisen nicht nur zur Volksbelustigung zum vierten "Ride the Stairways" an, sondern liefern sich einen sehenswerten Wettkampf.

"Stark, wie die da runter kommen", ist Gabi Röder von den Tricks der
Extremsportler beeindruckt und fachsimpelt mit ihrem Mann Michael über die
schmale Schneerampe, auf der die Jungs für ihre Sprünge Schwung holen.

"Meinen Sohn würde ich da nicht runter fahren lassen", ist sich die
Gräfratherin sicher. "Aber das sind ja Profis." Auch ihr Mann findet den
Event klasse: "Ich wüsste in der Umgebung niemanden, der etwas
Vergleichbares auf die Beine stellt, wie das Kaffeehaus."

Wettkämpfe der Snowboarder, Trickskifahrer und Moutainbiker

Kaffeehausbetreiber Peter von der Heiden war es im Winter einfach zu ruhig
in Solingen: "Ich wollte etwas installieren, was Spaß macht." 2005 setzte er
mit Unterstützung des Mountainbike Rider Magazins und dem Schnee der
Skihalle Neuss seine Vision von Skifahrern auf der Klostertreppe um - mit
stetig wachsendem Erfolg.

Diesmal meldeten sich 40 Teilnehmer aus ganz Deutschland an. "Das sind fast
doppelt so viele, wie letztes Jahr", freut sich Mitorganisator Frank Weckert
vom MTB Rider Magazin. "Auch das Wetter hat super mitgespielt". Die Sonne hatte aber auch ihre Tücken für die drei LKW-Ladungen Schnee: "Wir mussten viel schaufeln, anstatt den Radlader zu nutzen. Der hätte alles in Matsch verwandelt."

Um Feinheiten bei der Schneerampe auszubessern, nahm auch der SolingerMountainbiker Tobias Jäger die Schüppe zur Hand, um sie später für
halsbrecherische Sprünge in der Qualifikation zu nutzen.

"Zum Glück ist die Rampe nicht mehr so mörderisch steil, wie letztes Jahr", freut sich der17-Jährige über den neu gestalteten Trickparcours. Auch für die Snowboarder wurden die Rampe und Hindernisse verändert. Auf ihnen sprang der 18-jährige Solinger Philip Ramhofer mit einem Vorwärtssalto beim Best-Trick-Contest unter die ersten Drei.

Als die Kirche um 19 Uhr zum Wettbewerb um den besten Trick läutete, füllte
sich der Marktplatz schlagartig. Doch der große Ansturm wird am Samstag beim Finale erwartet. Die Trainings starten um 13 Uhr und der Wettkampf um 15 Uhr.

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