Global Kryner
Auf zu neuen Ufern: Global Kryner. Foto: Philipp Horak

Auf zu neuen Ufern: Global Kryner. Foto: Philipp Horak

dpa

Auf zu neuen Ufern: Global Kryner. Foto: Philipp Horak

Berlin (dpa) - In der Kategorie «Frühreif und Verdorben» hat das Wiener Musik-Ensemble Global Kryner 2006 den renommierten Kleinkunstpreis «Prix Pantheon» gewonnen. In die Kategorie «Reif und Bekloppt» hätten sie auch gepasst, denn so klingt die Musik der Wiener, die mit Vorliebe bekannte Hits einer Blasmusik-Kur unterziehen.

«Coverstories» heißt das inzwischen sechste Album der ausgeflippten Österreicher, die Pop-Hits von den Prinzen über Culcha Candela und Rammstein bis Herbert Grönemeyer einer radikalen Neubearbeitung unterzogen haben. Und das alles autorisiert und von den Künstlern gutgeheißen.

Auf ein Schlagzeug verzichten die Global Kryner, auf die Pauke hauen sie trotzdem. Klarinette, Bassposaune, Akkordeon Trompete und Gitarre sind ihre Instrumente, die eine abgefahrene Mischung aus Volksmusik und Wahnsinn hervorzaubern. Sabine Stieger singt dazu.

«In der Mitte steht das Original als Fels und sechs Leute fangen an daran zu hämmern», erklärt Sänger und Klarinettist Christof Spörk die Arbeitsweise der Band. Beim Zerlegen und neu Zusammensetzen wurde aus «Alles nur geklaut» von den Prinzen eine Art Polka und Grönemeyers «Flugzeuge im Bauch» verwandelte sich in einen Walzer. Und wann konnte man schon mal zu Rammstein schunkeln? Volksmusik ist das nicht, aber schräg! Sehr schräg!

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