Ein Knall - und die Täter brausen in schnellen Wagen davon. Die Sprengungen von Geldautomaten sind für die Polizei ein Dauerthema. Im Vergleich zum Vorjahr sind es jedenfalls nicht weniger geworden.

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Bei den Sprengungen entsteht oft hoher Sachschaden. Menschen kamen noch nicht zu Schaden.

Bei den Sprengungen entsteht oft hoher Sachschaden. Menschen kamen noch nicht zu Schaden.

Arnulf Stoffel

Bei den Sprengungen entsteht oft hoher Sachschaden. Menschen kamen noch nicht zu Schaden.

Düsseldorf. Die Zahl der Sprengungen von Geldautomaten bleibt in diesem Jahr bisher auf hohem Niveau. 2016 hatte es um diese Zeit 16 Taten gegeben, jetzt waren es bis Donnerstag schon 18. Voriges Jahr wurden vom Landeskriminalamt 136 Sprengungen in NRW gezählt. In jedem Monat machten sich 2016 Kriminelle an den Automaten zu schaffen, um an die Geldscheine zu kommen. Im August waren es mit fünf Taten die wenigsten, im Juli mit 17 die meisten.

Die Polizei ist sicher, dass hinter vielen Sprengungen eine niederländisch-marokkanischen Bande steckt, die schnelle Wagen fährt und die offenen Grenzen ausnutzt. Die unter Verdacht stehende, 200 bis 250 Personen große Gruppe stammt aus der Gegend um die niederländische Stadt Utrecht. Erst in der Nacht zu Mittwoch hatte die Polizei mit Hilfe eines Spezialeinsatzkommandos mehrere Männer in Hagen festgenommen, die reihenweise Geldautomaten in die Luft gejagt haben sollen. Auch wie werden der Bande zugerechnet.

Bei den Sprengungen entsteht oft hoher Sachschaden. Menschen kamen noch nicht zu Schaden. „Es ist nur Zufall, dass bisher nicht mehr passiert ist“, sagte LKA-Sprecher Frank Scheulen.

Allein im westlichen Nordrhein-Westfalen an der Grenze zu den Niederlanden stehen etwa 10.000 Geldautomaten und damit eine große Menge potenzieller Objekte. An gesicherten Automaten kommen Täter meist nicht weiter, sagen die Fachleute. dpa

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