Köln/Wuppertal. Die Bundespolizei hat Dienstagfrüh am Flughafen Köln/Bonn einen Vergewaltiger festgenommen. Der 26-Jährige wurde nach der Landung aus der Türkei direkt am Flugzeug abgeführt. Der Wuppertaler war im September in Abwesenheit vom Landgericht Bochum zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden: Der inzwischen arbeitslose Handelsvertreter hatte sich während des Prozesses in seine türkische Heimat abgesetzt. Es heißt, der 26-Jährige habe sich die Reise von der Sozialbehörde bezuschussen lassen. Am vergangenen Wochenende erhielt die Bundespolizei den Hinweis des Rechtsanwalts, dass sich sein Mandant stellen werde.

An der Wohnung einer Krankenschwester geklingelt

Dem Mann war vorgeworfen worden, im vergangenen Jahr in Bochum eine Frau sexuell genötigt und vergewaltigt zu haben. Zur Tatzeit war der Mann freiberuflicher Außendienstmitarbeiter für ein großes Telefonunternehmen. Er soll an der Wohnungstür der Krankenschwester geklingelt haben. Laut Urteil brachte er sie dazu, einen neuen Handy-Vertrag abzuschließen. Als er wieder zur Tür ging, soll er die damals 21 Jahre alte Frau trotz heftiger Gegenwehr massiv attackiert und dann vergewaltigt haben. Er habe die Frau damals "falsch eingeschätzt", sagte er im Prozess - er habe gedacht, ihr "Nein" sei "kein wirkliches Nein" gewesen.

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