Paderborn. Im Kreis Paderborn ist ein fünfjähriger Junge gestorben, Ursache war vermutlich eine ansteckende Hirnhautentzündung. «Die Erkrankung verlief ungewöhnlich schwer und dramatisch», berichtete Kreisgesundheitsamtsleiter Georg Alles in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Das Kind sei am Mittwochabend wahrscheinlich an einer Meningokokken-Infektion gestorben. Trotz intensivmedizinischer Behandlung sei das Kind nicht zu retten gewesen. Untersuchungen soll klären, um welche Bakterien es sich handelte. Meningokokken sind Bakterien, die sich vor allem während der Winter- und Frühlingsmonate im Rachen vieler Menschen ansiedeln.

Etwa zehn Prozent aller gesunden Menschen haben diese Bakterien im Nasen- Rachen-Raum, ohne zu erkranken. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, also etwa beim Husten oder Niesen. Anstecken kann man sich in der Regel aber nur durch intensiven beziehungsweise längeren Kontakt.

«Und selbst dann erkrankt man noch lange nicht automatisch», betonte Mediziner Alles. Seit 2006 wird in Deutschland die Impfung für Kinder ab zwei Jahre gegen Meningokokken empfohlen. Diese deckt jedoch nur einen Teil des Spektrums ab. Gegen den in Deutschland häufigsten Meningokokken-Typ B gibt es bislang keinen Impfstoff.

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