42 Monate sollte Uli Hoeneß in Haft, nach nun sieben Monaten verlustig gegangener Freiheit ist der ehemalige Bayern-Präsident Freigänger. Zu früh – werden viele sagen. In der Mehrzahl wohl jene, die sich seit jeher am Charakter Hoeneß abgearbeitet haben. Freigang heißt aber auch, eben nicht frei zu sein. Uli Hoeneß bekommt Vollzugslockerung, weil das Gesetz das möglich macht. Weil er sich vermutlich gut geführt hat in der Justizvollzugsanstalt Landsberg, weil von ihm offenbar keine Gefahr ausgeht. Und weil er nun mit all jenen Schritten, die das Gesetz ermöglicht, resozialisiert werden soll. Insofern: Es ist an der Zeit, von alten Rechnungen mit Hoeneß Abstand zu nehmen. Und dem 63-Jährigen die zweite Chance zu gewähren, die ihm zusteht. Ohne Häme. Und ohne weitere Hetzjagd.

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