Frankfurt/Main. Ein 35 Jahre alter Mann, der eine Frau im Liebeswahn jahrelang verfolgt und massiv belästigt hat, ist in Frankfurt zu drei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden. Der Stalker hatte sein Opfer 1994 zum ersten Mal gesehen und der zehn Jahre älteren Frau seitdem regelmäßig nachgestellt.

Mehrere Verurteilungen und auch eine vorübergehende Einweisung in die Psychiatrie beeindruckten ihn nicht. Bis wenige Tage vor Beginn des neuen Prozesses erhielt die Frau noch Briefe und E-Mails mit ordinärem Inhalt.

Von einer erneuten Unterbringung des Türken in die Psychiatrie sah das Frankfurter Landgericht am Mittwoch nach entsprechenden Gutachten ab. Dafür droht dem Stalker nach dem Ende der Haft die Abschiebung in sein Heimatland.

Der Richter schilderte im Urteil ausführlich die schwerwiegenden Folgen für das Opfer, das trotzdem "psychisch und physisch nicht zerbrochen ist".

Die Frau musste mehrmals ihren Wohnort und den Arbeitsplatz wechseln und "sitzt ständig auf gepackten Koffern und Kisten", wie sie sagte. Auch ein beruflicher Wechsel in die USA konnte den Angeklagten nicht abschütteln. 

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