Magazin suchte Angaben bei Facebook und YouTube zusammen

Rennes. Einem französischen Internetnutzer ist der Spaß am Surfen vergangen, als er in einer Zeitschrift ein ausführliches Porträt über sich gelesen hat. "Ich habe sofort alle Angaben über mich im Internet gelöscht", sagte der Mann der französischen Tageszeitung "Presse Océan".

Eine Zeitschrift hatte ihn im Dezember per Zufall herausgepickt, um einen Artikel über ihn zu schreiben - mit den Angaben, die der Mann selbst auf Websites wie Facebook, YouTube und Flickr über sich gemacht hatte. In dem Porträt ist über Familie und Ex-Freundinnen des Franzosen sowie über seine Arbeit und Hobbys zu lesen, selbst seine Handynummer wird genannt.

Das Porträt, in dem lediglich der Nachname des Surfers fehlte, habe ihm nächtelang den Schlaf geraubt, hieß es in "Presse Océan". Der Internetnutzer protestierte schriftlich gegen den Text und bewirkte damit immerhin, dass die Zeitschrift seinen Wohnort und weitere Angaben in ihre Internetausgabe verschleierte, um ihn nicht kenntlich zu machen - die Druckversion änderte sich im Nachhinein natürlich nicht.

"Sein Privatleben im Internet auszubreiten, ist gefährlich", erklärte der Gründer des Magazins "Le Tigre", Raphael Meltz. Dies habe sein Blatt zeigen wollen. Die Zeitschrift werde weitere "anonyme Porträts" von Internetnutzern veröffentlichen.

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