Die Warteschlangen am Airport Düsseldorf sind so lang, dass Flugreisende schon vor 6 Uhr eintreffen, um ihren Flieger um 10 Uhr zu erreichen. Der Druck auf die Sicherheitsfirma Kötter wächst.

Druck auf die Sicherheitsfirma Kötter wächst. Immer noch Riesen-Warteschlangen.
Bomben-Imitate wurden am Airport laut RTL nicht erkannt.

Bomben-Imitate wurden am Airport laut RTL nicht erkannt.

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Bomben-Imitate wurden am Airport laut RTL nicht erkannt.

Düsseldorf. Die alte Faustregel, Passagiere mögen doch bitte mindestens eineinhalb Stunden vor Abflug am Terminal sein, gilt in Düsseldorf schon lange nicht mehr. Die Warteschlangen an Check-In und an den Sicherheitskontrollen sind so lang, dass Flugreisende schon vor 6 Uhr am Airport eintreffen, um ihren Flieger um 10 Uhr zu erreichen. So geschehen gestern Morgen. Im Vergleich zum Montagvormittag hielten sich die Schlangen gestern aber noch in Grenzen.

Zwei Reisende aus Köln verpassten dennoch ihren Flieger. Und auch eine Eurowings-Maschine nach London startete verspätet, weil sie noch auf 23 Passagiere warten musste. Erschwerend kam hinzu, dass 102 Air-Berlin-Flüge von und nach Düsseldorf ausfielen. Passagiere mussten auf andere Linien umbuchen oder kamen gar nicht mehr weg (siehe Wirtschaft).

Kötter kann noch bis heute auf Überlastungsanzeigen reagieren

Weil das Personal an den Kontrollstrecken nicht ausreiche und durch die langen Standzeiten ein fehlerfreies Arbeiten nicht mehr gewährleistet werden könne, haben mehr als 140 Sicherheitsassistenten Überlastungsanzeigen an ihren Arbeitgeber, die Sicherheitsfirma Kötter, gestellt. Die kann noch bis einschließlich heute darauf reagieren. Tut sie das nicht, will der Betriebsrat ein so genanntes Einigungsstellenverfahren einleiten.

Kötter hatte in den vergangenen Wochen dennoch immer wieder betont, dass es trotz der hohen Arbeitsbelastung der Mitarbeiter kein Sicherheitsrisiko am Flughafen gäbe. Am Montag wurde allerdings bekannt, dass ein Fernsehteam von RTL bei Dreharbeiten die Sicherheit deutscher Flughäfen getestet hatte. Dabei wurden ungefährliche Bomben-Imitate gebastelt, die als Marzipanmasse getarnt wurden und wie kleine Busse aussahen. Weder der in einem Schuhabsatz versteckte Sprengstoff noch das als Marzipan in Schokolade getarnte Imitat sei an den Sicherheitskontrollen entdeckt worden.

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