Washington. Die spektakuläre Flucht aus einem verpfuschten Leben hat mit der Festnahme des unglücklichen Mannes geendet: Der 38 Jahre alte Hobbypilot, der vermutlich aus Frust über seine Scheidung und wegen Geldsorgen sein plötzliches Verschwinden spektakulär inszeniert hatte, ist nach einem Bericht des Nachrichtensenders CNN vom Mittwoch festgenommen worden.

Bei einem Flug in einer Sportmaschine täuschte der Finanzberater am Sonntag über dem Bundesstaat Alabama einen Notfall vor und funkte Mayday. Anschließend programmierte er das Flugzeug mit dem Autopilot- System auf Weiterflug und machte sich per Fallschirm aus dem Staub. Gestartet war er vom Flughafen in Anderson (Indiana).

Die Turboprop- Maschine flog dann nach Erkenntnissen der Polizei führerlos noch fast 350 Kilometer weiter, bis der Treibstoff ausging und sie im Bundesstaat Florida abstürzte. Niemand wurde verletzt. Der Pilot war zunächst in den Wäldern von Alabama verschwunden.

Der "Flüchtling aus dem eigenen Leben" hatte laut US- Medienberichten in den vergangenen Wochen gleich mehrfach Schicksalsschläge erlitten. So habe seine Frau Ende des Jahres die Scheidung eingereicht. Eines seiner Unternehmen sei mit mehr als 500 000 Dollar (380 000 Euro) verschuldet.

Zudem werde gegen ihn wegen Wertpapierbetruges ermittelt. Die Polizei hatte schon kurz nach seinem Verschwinden den Verdacht, dass er versucht haben könnte, mit dem Flugzeugabsturz seinen eigenen Tod vorzutäuschen.

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