Buenos Aires. Das Neujahrswochenende haben Unbekannte in Buenos Aires für einen filmreifen Einbruch in eine Bank genutzt. Die Täter hatten zuvor in vermutlich monatelanger Arbeit einen fast 30 Meter langen Tunnel von einem benachbarten Geschäft aus in die „Banco de la Provincia“ gegraben.

Am Sonntag schlugen sie zu und räumten etwa 130 der insgesamt 1408 Schließfächer aus. Die Höhe des Schadens ist nach Polizeiangaben noch nicht bekannt. Die Bankangestellten bemerkten den Einbruch erst am Montag, als sie aus dem Wochenende zurückkamen.

Zwar wurde das Alarmsystem der Bank in der Nacht zum Sonntag zweimal aktiviert. Aber die Polizei bemerkte nichts Ungewöhnliches, als sie an der Bankfiliale im Stadtviertel Belgrano vorbeifuhr.

Selbst Staatsanwalt Martín Niklison sprach von einer „beeindruckenden Arbeit“, an der mindestens drei Täter beteiligt gewesen seien. Die Unbekannten hätten das benachbarte Geschäftslokal Mitte vorigen Jahres gemietet.

Doch sei das Geschäft nie geöffnet gewesen. In dem beleuchteten Tunnel fanden die Beamten Schaufeln und Hacken und anderes Werkzeug. Nach Bekanntwerden der Tat versammelten sich vor der Filiale etwa 100 verunsicherte Kunden, die wissen wollten, ob auch ihr Schließfach von den „Tunnelräubern“ aufgebrochen wurde.

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