Serientäter: 17 Brände soll der 46-Jährige gelegt haben. Ein junger Rheinländer führte die Polizei auf die Spur des Mannes.

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Andreas Reuß (13) vor dem Haus, das dank seines Einsatzes kein Raub der Flammen wurde.

Andreas Reuß (13) vor dem Haus, das dank seines Einsatzes kein Raub der Flammen wurde.

dpa

Andreas Reuß (13) vor dem Haus, das dank seines Einsatzes kein Raub der Flammen wurde.

Westerland. Riesen-Erleichterung auf Sylt: Der Feuerteufel ist gefasst. Ein 13-jähriger Junge aus dem Rheinland brachte die Ermittler auf die Spur des 46-Jährigen. Nach Einschätzung der Polizei ist der Mann für die gesamte Brandserie seit dem 11. August verantwortlich.

Über den mutmaßlichen Täter hüllte sich die Polizei gestern noch in Schweigen. Der Mann soll auf der Insel als Taxifahrer gearbeitet haben. 17 Brände werden ihm zugeschrieben.

Der Junge hörte das Gartentor, dann roch er schon Qualm

Dazu gehören Anschläge auf ein Seniorenheim, ein Hotel und die Nordseeklinik. Sieben Menschen wurden verletzt. Dass er mit seinem Zündeln keinen Menschen tötete, verdankt der mutmaßliche Brandstifter dem 13-jährigen Andreas Reuß. Er macht zurzeit mit seinen Eltern Urlaub auf der Insel und ist nun der "Held von Sylt".

Der Junge aus Alfter bei Bonn war Samstagnacht noch wach, als er hörte, wie draußen das Gartentor ins Schloss fiel. Gleichzeitig erschnupperte er Rauch. Beim Blick aus dem Fenster sah er erste Flammen am Vordach.

Reuß weiß, was in so einer Situation zu tun ist. Er ist bei der Jugendfeuerwehr aktiv. Der Junge rannte los, weckte seine Eltern und die anderen Hausbewohner. "Er hat ihnen das Leben gerettet", lobte Nordfrieslands Kreisbrandmeister Christian Albertsen.

Als der Alarm einging, war der Tatverdächtige noch in der Nähe

Und letztlich konnte so auch der mutmaßliche Brandstifter gestoppt werden. Als bei der Feuerwehr um 2.30 Uhr der Alarm einging, war der 46-Jährige erst wenige Meter vom Tatort entfernt. Er wurde festgenommen.

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