Drei Tote hatte das Familiendrama von Hattingen am Dienstagabend gefordert.
Drei Tote hatte das Familiendrama von Hattingen am Dienstagabend gefordert.

Drei Tote hatte das Familiendrama von Hattingen am Dienstagabend gefordert.

dpa

Drei Tote hatte das Familiendrama von Hattingen am Dienstagabend gefordert.

Hattingen/Essen. Das Motiv des blutigen Familiendramas von Hattingen mit drei Toten ist nun geklärt. Die Staatsanwaltschaft ermittelte, dass sich die 39-jährige Frau von ihrem Mann hatte trennen wollen. "Sie hatte wohl einen alten Jugendfreund wiedergetroffen", sagte Staatsanwalt Hans-Christian Gutjahr am Mittwoch in Essen.

Die 15-jährige Tochter hatte am Dienstag die Leichen ihrer Mutter, der zehnjährigen Halbschwester und des Stiefvaters im Keller des Einfamilienhauses gefunden. Der 51-Jährige soll zuerst seine Ehefrau und die Tochter erstochen haben, bevor er sich umbrachte.

Von den Plänen seiner Frau scheint der 51-jährige Fliesenleger schon seit längerem gewusst zu haben. Erst vor wenigen Tagen soll er gegenüber einem Freund Selbstmordabsichten geäußert haben, sagte der Staatsanwalt. Mit der Ermordung der Tochter habe er wohl verhindern wollen, dass seine Frau die Zehnjährige mitnimmt.

Nach Angaben der Staatsanwalt sollen sich die Opfer bei dem Angriff wohl nicht gewehrt haben. "Die Frau und die Tochter haben keine Abwehrverletzungen", sagte Gutjahr.

Bei beiden seien Stichwunden in Brust und Rücken entdeckt worden, der 51-Jährige wies Stiche im Brustbereich und Schnitte am Hals auf. Die 15-jährige Tochter wird nach ihrem grausigen Fund psychologisch betreut und ist derzeit bei Verwandten untergebracht.

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