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Andreas Bischof

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Münster (dpa) - Drei Jugendliche, die in Münster einen Fahrgast aus einem Nachtbus überfallen und fast zu Tode getreten haben, müssen ins Gefängnis. Die im Juni verhängten Strafen seien nun rechtskräftig geworden, teilte das Landgericht am Dienstag mit.

Die 17 bis 19 Jahre alten Angeklagten hatten ihr Opfer im November 2010 von der Bushaltestelle verfolgt, zusammengeschlagen, getreten und ausgeraubt. Der damals 30 Jahre alte Mann überlebte nur mit Glück und lag vier Tage im Koma. Er kann sich an die Tat nicht erinnern.

Die jungen Männer waren im Juni zu Haftstrafen zwischen zweieinhalb und sieben Jahren verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat die Revisionen von zwei Angeklagten nun verworfen. Ein weiterer hatte sein Rechtsmittel schon früher zurückgenommen.

Der Fahrgast war in der Tatnacht auf dem Heimweg von einem Fußballspiel gewesen. Der 30-Jährige hatte sich im Bus auf einen Platz zwischen den Teenagern gesetzt. Weil es auf der Dreierbank eng wurde, begann ein Streit. Er setzte sich schließlich weg. Doch war der 18-jährige Haupttäter nun aufgestachelt.

Nach Ansicht des Gerichts ging es dem 18-Jährigen am Ende ums Töten. An einer Tankstelle kauften die Täter vom gestohlenen Geld des 30-Jährigen Bier und Zigaretten. Das Opfer überlebte nur, weil ein Passant sein Röcheln hörte. Der Kaufmann kämpft noch heute mit den Folgen der Kopfverletzungen. Alle drei entschuldigten sich im Prozess bei ihm.

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