Freya Hoffmeister am 18.01.2011 in Husum. Foto: Carsten Rehder
Freya Hoffmeister am 18.01.2011 in Husum. Foto: Carsten Rehder

Freya Hoffmeister am 18.01.2011 in Husum. Foto: Carsten Rehder

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Freya Hoffmeister am 18.01.2011 in Husum. Foto: Carsten Rehder

Husum (dpa) - Vier Monate nach dem Start ihrer Südamerika-Umrundung hat Extrem-Paddlerin Freya Hoffmeister (47) Kap Hoorn erreicht. Die Husumer Geschäftsfrau kurvt allein in einem kleinen Kajak um die Südspitze der chilenischen Felseninsel Isla Hornos, wie sie am Dienstag in ihrem Internet-Blog mitteilte.

Die Umrundung von Kap Hoorn ist wegen ständiger Stürme, starker Strömungen und Eisbergen äußerst gefährlich. Windgeschwindigkeiten in Hurrikanstärke sind keine Seltenheit. Zusätzlich behindern Regen und Nebel die Schifffahrt an mehr als 300 Tagen im Jahr.

Hoffmeister brachte das Abenteuer fast bis ans Ende ihrer Kräfte: Um die Isla Hornos zu erreichen, sei sie bei Orkanböen von bis zu 150 Kilometern pro Stunde durchs Meer gepaddelt. Auf der Insel sei sie um 8.30 Uhr gelandet - «irgendwie und unverletzt». Stolz sei sie auf ihre Leistung nicht gewesen, notierte Hoffmeister Stunden später. Sie sei nur von ihren fleißigen Schutzengeln behütet worden.

Beim Warten auf besseres Wetter sei sie am Strand von einem Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 185 Stundenkilometern in ihrem kleinen Zelt festgehalten worden - ständig in der Angst, von einem Steinschlag oder einem Erdrutsch getroffen zu werden, wie sie in ihrem Blog schrieb. Dazu der ohrenbetäubende Lärm, mit dem die bis zu fünf Meter hohen Wellen auf den steinigen Strand krachten. «Das war mental extrem hart, Tag und Nacht.»

Hoffmeister war am 31. August zu ihrer 22 000 Kilometer langen Tour gestartet. Sie will den Kontinent in drei Etappen gegen den Uhrzeigersinn umrunden. 2009 hatte die Abenteurerin in einem Einer-Kajak Australien in 332 Tagen umfahren und damit den Rekord eines Neuseeländers eingestellt.

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