Großräschen. Bei der Explosion in einem Plattenbau in Großräschen (Oberspreewald-Lausitz) ist am Montag eine Frau schwer verletzt worden. Ein Revierpolizist, der sich zufällig in der Nähe aufhielt, habe gegen 10.30 Uhr einen Knall gehört und sei daraufhin in die vierte Etage des Gebäudes geeilt, teilte der zuständige Schutzbereich in Senftenberg mit. Dort sei Qualm aus der Wohnung gedrungen, woraufhin der Beamte die Tür eingetreten und eine die Frau vorgefunden habe.

Der Polizist holte die 50-jährige Mieterin zusammen mit einem Nachbarn aus der vollkommen zerstörten Wohnung. Die Frau wies starke Verletzungen im Kopfbereich auf, war aber noch ansprechbar. Ein Rettungshubschrauber brachte sie in eine Klinik nach Leipzig. Die Ursache der Explosion sei noch völlig unklar, sagte eine Polizeisprecherin. In der Wohnung des Opfers hätten Feuerwehrleute jedoch mehrere Propangasflaschen vorgefunden. Brandursachen-Ermittler des Landeskriminalamtes sollen am Dienstag den Unfallort unter die Lupe nehmen.

Durch die starke Explosion und den anschließenden Brand mussten insgesamt zwölf Mieter eines Hausaufganges evakuiert werden. Sie dürfen vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren. Erst eine statische Untersuchung könne zeigen, ob die Wohnungen noch bewohnbar sind, erläuterte die Sprecherin. Ob Fremdverschulden, ein Unglücksfall oder Selbstmordversuch vorliegt, könne man derzeit nicht sagen. Die Feuerwehr habe wegen der starken Hitzeentwicklung eine Brandwache eingerichtet. An dem Plattenbau entstand nach Auskunft der Polizei erheblicher Schaden. Durch heruntergefallene Fenster- und Fassadenteile wurde ein vor dem Haus geparktes Auto demoliert. dpa

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